Selbsthilfe-Kontaktstelle Wetteraukreis

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Wenn Essen krank macht

Rund ein Viertel der Deutschen hat in einer Umfrage angegeben, auf bestimmte Lebensmittel zu verzichten, weil sie diese nicht vertragen. Nahrungsmittelunverträglichkeit ist ein Thema, das immer mehr Menschen angeht, für das aber Nichtbetroffene oft wenig Verständnis aufbringen. In Nidda hat sich jetzt eine Selbsthilfegruppe zu diesem Thema gebildet.

Die Tendenz scheint nach oben zu gehen. Immer mehr Menschen leiden unter verschiedenen Formen der Nahrungsmittelunverträglichkeit. Das können Nahrungsmittelallergien sein, bei denen der Körper auf die Einnahme bestimmter Stoffe teils heftig reagiert, etwa in Form von Schleimhautschwellungen im ganzen Mund, Übelkeit und Erbrechen, Reaktionen der Atemwege und der Haut. Im Extremfall kann es sogar zu einem lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock kommen.

Verantwortlich für die Nahrungsunverträglichkeit können bestimmte Stoffe in den Lebensmitteln sein, wie Histamin, Fructose, Laktose, Gluten, Glutamat, Sorbit, Nickel und andere Stoffe mehr. Die Ursachen der Nahrungsmittelunverträglichkeit sind vielfältig. Sie können durch angeborene oder erworbene Defekte der Dünndarmschleimhaut bedingt sein oder durch fehlende oder defekte Verdauungsenzyme, die den Abbau bestimmter Nahrungsbestandteile erschweren. Auch können verschiedene Inhaltsstoffe von Lebensmitteln, wenn sie in größeren Mengen verzehrt werden, zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten führen.

Die Therapie ist oft schwierig und zeitaufwändig. Die bevorzugte Behandlung besteht im Vermeiden der auslösenden Lebensmittel. Doch herauszufinden, welche Nahrungsmittel nicht vertragen werden, ist manchmal ein sehr langer Weg.

„Für viele Menschen stellt dies eine große Belastung im Beruf und Alltag dar. Erschwerend kommt hinzu, dass die Betroffenen oftmals noch zusätzlich unter weiteren Beschwerden leiden. Eine wichtige Voraussetzung für die eigene Gesundheitskompetenz ist das Sammeln von Informationen. Durch gemeinsamen Erfahrungsaustausch untereinander und die Recherche miteinander, können sich Betroffene in einer Selbsthilfegruppe zu Spezialistinnen und Spezialisten des eigenen Gesundheitszustandes entwickeln“, so Gesundheitsdezernentin Stephanie Becker-Bösch.

Das Treffen der neuen Selbsthilfegruppe wird fachlich nicht angeleitet und versteht sich nicht als Therapieersatz. Die Gruppe trifft sich jeden zweiten Donnerstag im Monat, um 19 Uhr, in Nidda.

Weitere Informationen gibt es per Telefon unter: 06043/9841160. Informationen können auch angefragt werden per Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailE-Mail.

 

Das erste Treffen findet am kommenden

 

Donnerstag, 8. August 2019,

 

statt.

 

Unterstützt wird die Gruppengründung von der Selbsthilfe-Kontaktstelle des Wetteraukreises. Weitere Informationen zur Selbsthilfelandschaft in der Wetterau unter: selbsthilfe.wetterau.de.

veröffentlicht am: 06.08.2019

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