Selbsthilfe-Kontaktstelle Wetteraukreis

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Ausstellung zum Welt-Aids-Tag eröffnet

Von links: Gesundheitsdezernentin und Erste Kreisbeigeordnete Stephanie Becker-Bösch, Holger Kleinert von der Aids-Hilfe Gießen, Fachbereichsleiter Gesundheit, Veterinärwesen und Katastrophenschutz Dr. Reinhold Merbs, Sabine Fischer, Anette Schütz und Doris Rumpf von der Fachstelle Sozialmedizin und Betreuungsbehörde.

Menschen mit HIV begegnen immer wieder Vorurteilen. Anlässlich des Welt-Aids-Tag am 1. Dezember wollen wir deshalb gemeinsam mit der Öffnet externen Link in neuem FensterGießener Aidshilfe informieren und aufklären, um der Ausgrenzung von Menschen mit HIV entgegenzuwirken“, so Gesundheitsdezernentin Stephanie Becker-Bösch. In der Zeit vom 3. bis zum 7. Dezember ist im Kreishaus am Europaplatz eine Ausstellung zu der diesjährigen Kampagne zu sehen.

Im Mittelpunkt der Kampagne steht die Selbsthilfe unter dem Motto Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.wissen-verdoppeln.hiv. In Deutschland leben heute rund 90.000 Menschen gut mit HIV und Dank medizinischer Therapie ohne Einschränkungen in Alltag und Beruf. Etwa 90 Prozent der Menschen, die von ihrer Infektion wissen, werden erfolgreich behandelt, aber nur zehn Prozent der Bundesbürger ist klar, dass Menschen mit HIV unter Therapie die Infektion nicht weitergeben können.

Mit dem Leitsatz „N=N - Nicht nachweisbar = Nicht infektiös“ soll dieses Wissen kurz und prägnant einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht werden, dabei wurde das internationale Motto „U=U - Undetectable = Untransmittable“ auch in Deutschland aufgegriffen.

Der medizinische Fortschritt ermöglicht auch mehr Prävention: Neben der erfolgreichen Therapie schützt auch die PrEP (Prä Expositions Prophylaxe) zuverlässig vor einer HIV-Infektion, ebenso wie das Kondom. Dass die Prävention wirkt zeigt sich daran, dass im Jahr 2017 die Zahl der Neuinfektionen mit 2700 erneut zurückgegangen ist.

Welt-Aids-Tag gegen Ausgrenzung von Infizierten

Der Welt-Aids-Tag erinnert daran, dass jede und jeder etwas tun kann, Ausgrenzung zu überwinden. Durch das Tragen der roten Schleife kann man ein Zeichen der Solidarität für Menschen, die mit HIV leben, setzen. Der Informationsstand im Kreishaus lädt ein, sich zu informieren und setzt damit ein Zeichen für Respekt und Toleranz und gegen Unwissenheit und Gleichgültigkeit.

Ab sofort ist auch der „AIDS-Teddy 2018“ für eine Mindestspende von sechs Euro bei der Aidshilfe zu erwerben.

Information zu Aids und HIV im Kreishaus

Abseits des Welt-Aids-Tages informiert die Aidshilfe Gießen e. V. telefonisch und persönlich, donnerstags von 16 bis 18 Uhr im Zimmer 187a des Kreishauses am Europaplatz. Anneke Heidmann und Holger Kleinert, Berater der AIDS-Hilfe Gießen e.V., stehen in dieser Zeit für alle Fragen rund um das Thema HIV und AIDS zur Verfügung. Der HIV-Antikörpertest kann (gegen Unkostenbeteiligung von zehn Euro) gleich im Anschluss von Mitarbeitern des Fachdienstes Gesundheit durchgeführt werden. Darüber hinaus besteht donnerstags von 16 bis 18 Uhr auch die Möglichkeit, eine anonyme Telefonberatung in Anspruch zu nehmen, Telefon: 06031/19411.

Die Aidshilfe Gießen mit ihren Außenstellen in Friedberg und Ehringshausen bietet telefonische, persönliche und Internetberatung an. Jährlich werden etwa 800 Personen beraten, 150 Personen werden regelmäßig begleitet. Die Aidshilfe Gießen sieht ihre Aufgabe darin, durch Aufklärung verantwortliches Handeln zu ermöglichen sowie gegen Stigmatisierung und Ausgrenzung anzugehen. Um diese Arbeit leisten zu können, ist sie auf breite öffentliche Unterstützung, auf Mitglieder und freiwilliges soziales Engagement angewiesen.

Für Spenden wurde das Konto DE45 5135 0025 0225 0107 04 bei der Sparkasse Gießen, SKGIDE5FXXX, eingerichtet. Für weitere Informationen, Telefon: 0641/390226.

veröffentlicht am: 03.12.2018

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