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Angststörungen, Panikattacken, Depressionen

Am Donnerstag, 23. Januar 2020, 18 Uhr, findet zum ersten Mal ein Treffen der Selbsthilfegruppe „Angststörungen, Panikattacken und Depressionen“ in Bad Nauheim statt.

Angststörungen, begleitet von Panikattacken, gehen oft mit Depressionen einher. Umgekehrt sind depressive Erkrankungen häufig die Ursache von Angstgefühlen. Menschen, die an einer Depression erkrankt sind, haben oft das Gefühl, in ihrem bisherigen Leben versagt zu haben. Gleiches gilt auch für die Zukunft. Diese Versagensängste betreffen häufig spezielle Lebenssituationen. So lösen bereits Alltäglichkeiten des normalen Lebens, wie der notwendige Einkauf, das Telefonieren oder das Autofahren Angst aus. Immer wieder wird befürchtet, bereits solche Tätigkeiten nicht zu schaffen und somit zu versagen. Ein solcher Zustand wirkt sich auch auf die Persönlichkeit, auf private und berufliche Beziehungen aus.

Neben Versagensängsten spielen auch Verlust- und Trennungsängste eine große Rolle. Menschen befürchten, vom Partner verlassen zu werden, Freunde, Bekannte und nahe Angehörige zu verlieren. Angst vor Einsamkeit wird aufgebaut, eine allgemeine Zukunftsangst entsteht. Auch kommt es zu Angstattacken, die häufig von körperlichen Symptomen begleitet werden. Bekannt sind in diesem Zusammenhang Engegefühle in der Brust, das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen, die Angst, einen Herzinfarkt zu erleiden oder zu stürzen. Weitere körperliche Symptome stellen auch Schwitzen, Unruhe und Zittern dar.

Die Angst kann so stark werden, dass es zu Panikattacken kommt oder sich die Angst dauerhaft festsetzt in Form einer Phobie. Wie oft und ob überhaupt eine solche Angst auftritt, ist bei jedem Erkrankten unterschiedlich, aber ungewöhnlich ist es nicht. Deshalb sollte ein Arzt zuerst herausfinden, ob die Angst die Depression ausgelöst hat oder die Depression die Angst. Natürlich ist die Ursache zuerst zu behandeln. Notwendige Therapien sollten eingeleitet werden.

Hilfreich in diesem Zusammenhang ist der Austausch mit Gleichbetroffenen in einer Selbsthilfegruppe. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer streben dabei an, sich und ihre persönlichen Lebensumstände zu verändern. Ziel ist es, sich selbst und anderen zu helfen. Die Betroffenen möchten ihre Ängste, ihre Panik und die damit einhergehenden Depressionen gemeinsam bewältigen.

Für weitere Informationen zu der Selbsthilfegruppe „Angststörungen, Panikattacken, Depressionen“, Telefon: 0171/5160965 oder 06032/35291, Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailE-Mail.

veröffentlicht am: 14.01.2020

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