Gründungen von Selbsthilfegruppen

Einsamkeit ist ein Gefühl, das weit verbreitet ist, und auch mit den Bedingungen, unter denen wir leben zusammen hängt.

Gute soziale Kontakte aufzubauen und halten zu können ist wichtig. Als Menschen sind wir sozial auf andere Menschen bezogen, deshalb brauchen wir das Gefühl der Zugehörigkeit und die Möglichkeit Gedanken, Gefühle und Erfahrungen mit anderen teilen zu können.

Bei vielen Menschen besteht die Einsamkeit schon in der Kindheit. Die Erinnerung daran schwindet aber im Laufe der Zeit. Was bleibt, ist der Gedanke: „Ich muss immer alleine zurechtkommen“ – oder – „Ich kann mich nur auf mich selbst verlassen“. Viele überdecken die Einsamkeit mit verschiedenen Verhaltensweisen, so dass das Gefühl nicht mehr wahrgenommen wird. In Ruhephasen und in der Stille wird die Einsamkeit wieder empfunden.

In der neuen Selbsthilfegruppe wird das Thema „Einsamkeit“ individuell betrachtet, sodass jede/r Teilnehmer/in das eigene Erleben und die möglichen Ursachen reflektieren kann. Welche Rolle spielt das Thema in meinem Leben? Welche Möglichkeiten gibt es, Wege aus der Einsamkeit zu finden?

Jede/r sollte die Möglichkeit bekommen, einen roten Faden in seiner Geschichte zu finden, um aus sich selbst heraus eine Weiterentwicklung einleiten zu können, die einen neuen Umgang mit sich selbst und anderen möglich macht.

Alle können sich in der neuen Selbsthilfegruppe aktiv einbringen und haben die Chance mit anderen im Laufe der Zeit mehr Zuversicht und Glück zu verspüren.

Die neue Selbsthilfegruppe wird unterstützt von der Selbsthilfe-Kontaktstelle des Wetteraukreises. Die Treffen werden nicht therapeutisch geleitet und verstehen sich nicht als Therapieersatz. Jede/r haben die Möglichkeit anonym zu bleiben.

Info:

Erstes Treffen: 05.10.2022

Wo: Bad Nauheim

Wann: 14-täglich mittwochs, 18:30Uhr

Kontakt: Tel: 0157 80219987

Neue Selbsthilfegruppe in Wölfersheim-Berstadt.

Nur etwa ein Drittel der Betroffenen nach einer Katastrophe von mittlerem Schweregrad benötigt eine Psychotherapie, keineswegs die Gesamtheit aller Betroffenen.

Selbsthilfegruppen haben im Trauma-Bereich eine wichtige Bedeutung und können einen großen Beitrag zur Genesung Betroffener leisten.

Für eine jetzt 60-Jährige, die mit 19 Jahren einen Autounfall mit Todesfall verursachte, war dieser Vorfall vor über 40 Jahren ein äußerst traumatisches Ereignis in ihrem Leben. Inzwischen hat sie dieses Trauma so gut wie bewältigt. Nun hat sie das Bedürfnis, sich mit anderen Menschen, die Ähnliches in ihrem Leben erlebt haben, auszutauschen, um über die Bewahrung der eigenen Lebensfreude und der Erhaltung der Resilienz zu sprechen.

Daraus entstand ihre Idee, eine Selbsthilfegruppe zu gründen.

Diese Gruppe soll nicht nur für Menschen sein, die einen Autounfall verursacht haben oder daran beteiligt waren, es können auch andere Ereignisse stattgefunden haben, die tragische Folgen hatten und unter denen die Betroffenen noch heute leiden. In der Regel stellen sich große Schuldgefühle, Scham und Depressionen ein.

Inhaltich soll das traumatische Ereignis in der Selbsthilfegruppe nicht ständig im Vordergrund stehen. So schlimm das Ereignis auch war, vielleicht ist die Zeit gekommen, um nach vorne zu schauen. Gemeinsam Wege zu finden, um Schuld- und Schamgefühle zu bewältigen, damit das Leben wieder besser gestaltet wird. Ideen und Inspirationen dazu können gemeinsam erarbeitet werden, Literatur oder Entspannungsübungen können ebenso hilfreich sein.

Der Kontakt mit Gleichbetroffenen stärkt und die Teilnehmer/innen fühlen sich nicht mehr so alleine mit ihrem Thema. Gemeinsame Aktivitäten helfen, um wieder Freude am Leben zu finden.

Die Selbsthilfegruppe trifft sich erstmals am 12.10.2022 um 19:00 Uhr in Wölfersheim/Berstadt, weitere regelmäßige Treffen sind mittwochs 14-täglich geplant.

Die Selbsthilfe-Kontaktstelle des Wetteraukreises unterstützt die Gründung dieser Selbsthilfegruppe. Diese regelmäßig zu besuchen kann manches verbessern. Sie ist jedoch keine Alternative zu einer fachlich fundierten Traumatherapie oder psychotraumatologischen Fachberatung.

Kontakt:
Tel: 0175 5605552
E-Mail
 

Vierter Gesprächskreis „Verlassene Eltern“ im Wetteraukreis

„Wir wollen doch eigentlich nur Eltern sein!“ Doch was tun, wenn sich die Kinder abwenden?

Die Kinder wollen die Eltern nicht mehr sehen, gehen nicht ans Telefon, schicken Briefe ungeöffnet zurück. Verlassene Eltern wissen häufig nicht einmal, warum ihre Kinder den Kontakt abbrechen - und müssen trotzdem damit leben.

Wenn Kinder plötzlich den Kontakt abbrechen, fallen Eltern in ein tiefes Loch. Zunehmend mehr Eltern sind betroffen von Angst, Selbstvorwürfen, innerer Not.

Wie viele Kinder in Deutschland den Kontakt zu ihren Eltern abbrechen - darüber gibt es keine Zahlen. Doch diese scheinen hoch zu sein. Allein im Wetteraukreis gründet sich demnächst der vierte Gesprächskreis zu diesem Thema. Das Suchen nach möglichen Antworten, das (Wieder)Finden von Hoffnung, Mut, Kontakten und von Lebensfreude ist für Sie wichtig geworden. Die verlassenen Eltern suchen den Kontakt zu den Gesprächskreisen, da sie allein nicht mehr weiterkommen. Alle Teilnehmer/innen wollen lernen, ohne ihre Kinder zurechtzukommen oder gemeinsam einen Weg finden, um behutsam mit den Kindern wieder in Kontakt zu treten. Dazu gehört aber auch zu reflektieren, welche Gründe für den Kontaktabbruch geführt haben. Ehrlich mit sich selbst umgehen und auch bei sich Fehler zu suchen, gehören zu den thematischen Inhalten eines solchen Gesprächskreises.

Der Gesprächskreis trifft sich erstmals am 14.10.2022 in Friedberg um 18:00Uhr. Weitere Treffen sind in der Zukunft jeden 2. Freitag im Monat geplant.

Die Treffen werden nicht therapeutisch geleitet und verstehen sich auch nicht als Therapieersatz.

Kontakt:

Tel: 06035 4713 oder 0157-36314363

E-Mail   

Wohin, wenn mir plötzlich bewusst wird, dass mein Mann schwul ist?

Frauen Initiative „Tangiert“ treffen sich seit Herbst 2022 in Nidda.

Die Selbsthilfegruppe besteht schon seit 1980 und traf bislang in Frankfurt. Ab Herbst diesen Jahres wird der neue Treffpunkt in Nidda stattfinden.

Tangiert ist eine Selbsthilfegruppe für Frauen, deren Partner sich schwul oder bisexuell verhalten bzw. sich dazu bekennen – oft erst nach jahrelanger Ehe.

Die gesamte Lebenssituation für die Frauen und die Kinder befindet sich dann im Umbruch. Um das Alleinsein mit dieser Problematik zu unterbrechen, treffen sich betroffene Frauen regelmäßig zum Kennenlernen und zum Erfahrungsaustausch.

Sie unterstützen sich gegenseitig zur Neuorientierung und bilden ein vertrautes Netzwerk, um der Isolation in ihrem Umfeld und Bekanntenkreis sowie in der Familie entgegen zu wirken und zu mildern.

Sie ermutigen sich, um neue Lebensmodelle zu finden und zu realisieren, die flexibel an deren individuellen Bedürfnissen orientiert sind, die sowohl Nähre und Distanz zulassen.

In den Gruppentreffen erfahren betroffene Frauen, dass sie keineswegs alleine in dieser Situation sind. Sie können über ihre Gefühle sprechen und werden verstanden. In der Gruppe können individuelle Lösungen und neue Perspektiven gefunden werden. Sie alle leben in unterschiedlichen Beziehungsmodellen und Phasen und lernen davon voneinander.

Die Gruppe gewährt eine friedliche, respektvolle Atmosphäre, in der jede Frau zuversichtlich und entspannt ihre eigene Situation betrachten und verarbeiten kann.

Die Selbsthilfegruppe trifft sich fünf Mal im Jahr. Das nächste Treffen findet am 20.11.2022 in Nidda von 10:30-16 Uhr statt. Ein gemeinsames Frühstück bietet einen zwanglosen Einstieg, danach folgt das Gruppengespräch.

Kontakt:

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Neue Selbsthilfegruppe in Altenstadt.

Ab September trifft sich jeden 1. und 3. Montag im Monat die neue Selbsthilfegruppe „Sonnenaufgang“ um 19:30 Uhr in Altenstadt.

Im August trafen sich vier betroffene Personen mit dem Ziel, eine neue Selbsthilfegruppe in Altenstadt zu gründen. Sie suchen weitere Menschen, die ebenfalls an Depressionen, Angst- oder psychischen Belastungszuständen leiden, um einen Ort mit vertrauensvoller Atmosphäre zu schaffen, an dem alle offen und vorurteilsfrei über ihre Krankheit, Probleme und Sorgen sprechen können.

Gegenseitiger Zuspruch, Austausch von Erfahrungen und Unterstützung unter Betroffenen sind hilfreiche Bausteine, mit der eigenen Krankheit besser umgehen zu können und eine Verbesserung des Zustandes zu erreichen.

Zudem strebt die Gruppe neben den reinen Gesprächsrunden gemeinsame Aktivitäten an, um die Bindungen untereinander zu stärken und Betroffene zu ermutigen, wieder am sozialen Leben teilzunehmen.

Das Angebot ist auch offen für Angehörige, denn das Leben mit einer psychisch kranken Person ist nicht immer einfach.

Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Es ist wichtig, dass Betroffene oder Angehörige aktiv werden und beginnen, für sich zu sorgen. Hilfe und Unterstützung zu suchen und anzunehmen bietet die Möglichkeit, sich weiter zu entwickeln und besondere Lebensumstände zu verbessern bzw. mitzugestalten. Die regelmäßigen Besuche einer Selbsthilfegruppe können Kenntnisse erweitern und Situationen verbessern.

„Selbsthilfe bietet neue Beziehungen und macht schlau!

Selbsthilfe erweitert Wissen und Kompetenz!“

 

Kontakt zur neuen Selbsthilfegruppe Sonnenaufgang:

Tel: 0157 30682685

E-Mail     

 

Die Gruppengründung wird unterstützt von der Selbsthilfe-Kontaktstelle des Wetteraukreises. Weitere Selbsthilfegruppen im Wetteraukreis finden sich unter selbsthilfe.wetterau.de

 

Selbsthilfegruppe und Rehasport in Kooperation mit der Turngemeinde Groß-Karben geplant.

Im Februar und im März starteten bereits zwei Selbsthilfegruppe in Friedberg. Aufgrund der enormen Nachfrage wird am 30. Juni die dritte Gruppe in Groß-Karben gegründet. Die neue Selbsthilfegruppe bietet nun eine weitere Möglichkeit im Wetteraukreis Kontakte zu Mitbetroffenen zu knüpfen, das Wissen über die Covid-19-Erkrankung und deren Symptome zu teilen und sich über lebenspraktische Erfahrungen und Erkenntnisse auszutauschen.

Mindestens zehn Prozent aller an Covid-19-Erkrankten leiden nach einer Infektion an unterschiedlichen gesundheitlichen Beschwerden, die länger als drei Monate anhalten. Betroffene, die am Austausch untereinander interessiert sind, sind herzlich eingeladen, an der neuen Selbsthilfegruppe in Große-Karben teilzunehmen. Zudem plant die Initiatorin eine Kooperation mit der Turngemeinde dort vor Ort. Der TG Groß-Karben hat die  Möglichkeit, ärztlich verordneten Reha-Sport nach einer Covid-19 Erkrankung anzubieten. Geplant ist ein wöchentliches Reha-Angebot zwischen 45 und 60 Minuten und direkt im Anschluss findet der Gesprächskreis statt. Zertifizierte Übungsleiter werden den Betroffenen im Wechsel diverse Sporteinheiten anbieten, um sie zu unterstützen und zu stärken. Eine Vereinsmitgliedschaft ist nicht notwendig. An dem anschließenden Gesprächskreis können auch Betroffene teilnehmen, die das Reha-Sport-Angebot nicht besuchen.

Eine Selbsthilfegruppe zu besuchen hilft dabei, das eigene Leben positiv zu verändern.

Das erste Treffen des Gesprächskreises wird am Donnerstag, den 30.6. um 19:00 Uhr in Groß-Karben stattfinden. Vorher wird ab 18:00 Uhr der Reha-Sport angeboten. Weitere Treffen sind wöchentlich, jeweils donnerstags geplant.

Anmeldung erforderlich: Telefon: 0157/53355282,

E-Mail     

 

 

 

„Engelsflügel“ – Selbsthilfegruppe für verwaiste Eltern Wetterau

Unser Leben steht still. Wie kann unser Leben weitergehen, wenn unsere Kinder vor uns gehen. Mit der Selbsthilfegruppe „Engelsflügel“ bietet sich ein Gesprächsangebot für betroffene Eltern.

  • Für alles was bewegt – Trauer, Hoffnung, Zuspruch

Treffpunkt:
Friedberg, jeden 1. Mittwoch im Monat, 18:30 Uhr

Kontakt: 
Tel: 0151 70829354
E-Mail         

Gründung einer Selbsthilfegruppe „Nierenkrebs“ in Bad Nauheim

Die neue Selbsthilfegruppe Nierenkrebs steht am 02. Juli 2022 an der Selbsthilfe-MEILE in Bad Nauheim zum ersten Gespräch bereit. Das Gründungstreffen findet danach am 11.Juli 2022 in der Kurpark-Klinik statt.

Jährlich wird in Deutschland bei rund 17.000 Menschen „Nierenkrebs“ festgestellt. Dies macht etwa 3-4% aller Krebsneuerkrankungen hierzulande aus. Daher wird Nierenkrebs den seltenen Tumor-Erkrankungen zugeordnet.

Nach der Diagnose befinden sich viele Patienten oder Angehörige zunächst unter Schock und wissen oft nicht, wie es weiter gehen soll. Die Erkrankung bringt Veränderungen mit sich, über die ein zuvor gesunder Mensch nie nachdenken musste. Plötzlich kommen viele Fragen auf, wie: Was ist eigentlich Nierenkrebs? Wie geht es weiter? Was können die Ärzte tun und wie kann ich selbst aktiv werden?

Eines ist wichtig zu wissen: die Diagnose Nierenkrebs bedeutet nicht das Ende. Jedoch stellt sich eine neue, gänzlich andere und vor allem unvertraute Lebenssituation ein. Wie kommen Betroffene und Angehörige damit zurecht?

Ein möglicher Weg besteht darin, sich mit der Krankheit auseinanderzusetzen. Der Austausch mit weiteren Nierenkrebspatienten kann dabei von Vorteil sein. Auch andere waren vorher in einer ähnlichen Situation und können daher mit Informationen und wertvollen Ratschlägen optimal unterstützen. Diese können als Orientierungshilfe dienen und dabei helfen, mit der Krankheit bewusster und sicherer umzugehen. Das Gefühl „des Ausgeliefertsein“ kann damit abnehmen und schafft Raum für Initiative und einen aktiven Umgang mit der Erkrankung.

Den ersten Kontakt können Betroffene und Angehörige mit der neuen Selbsthilfegruppe am 02. Juli während der Selbsthilfe-MEILE in Bad Nauheim aufnehmen. Diese findet zwischen 10-15:00 Uhr parallel zur Parkstraße auf der Kiespromenade statt.  Nachfolgend wird die neue Selbsthilfegruppe dann am 11.07.2022 um 18:00 Uhr in der Kurpark-Klinik, Bad Nauheim gegründet und lädt Betroffene und Angehörige zu den weiteren regelmäßigen Treffen, jeden 2. Montag im Abstand von 2 Monaten, zum Austausch untereinander ein.

Die Selbsthilfe-Kontaktstelle des Wetteraukreises unterstützt die Gründung der neuen Selbsthilfegruppe und möchte darauf hinweisen, dass sich Betroffene bei regelmäßigem Besuch einer Selbsthilfegruppe zu einem/r mündigen und informierten Patient/in entwickeln.  „Mündig sein aktiv sein“ heißt, dass jede/r in großem Maße für eine Kompetenz selbst verantwortlich ist, und dass die Erkrankten einem Arzt oder einer Ärztin selbstbewusster und auf Augenhöhe gegenübertreten, wenn sie sich vorbereiten und  vorab informieren.

Kontakt:
Das Lebenshaus e.V.
Nierenkrebs Patientengruppe Wetterau
Tel: 0800 5885800
E-Mail     

Ein weiterer Gesprächskreis in Friedberg zum Thema "Wenn Kinder den Kontakt zu den Eltern abbrechen" befindet sich im Aufbau.  Die Initiatorin durchleidet diese Situation schon seit über 20 Jahren und hat sich trotz allem bewahrt, ein positiv denkender Mensch zu bleiben. Sie möchte ihre Erfahrungen weitergeben und auch von anderen Betroffenen lernen, mit der Situation noch besser umgehen zu können. Wünschenswert wäre es auch, dass sich durch die Gemeinsamkeit eine Entwicklung einstellt, um das Leben besser gestalten zu können. Gerne würde sie einen Gesprächskreis mit Betroffenen gründen, die nicht erst kürzlich in diese Not geraten sind. Einzelnen Phasen des Durchleidens erscheinen wichtig, um auch einen gewissen Abstand, wenngleich meist auch nur einen sehr kleinen, zur Situation zu gewinnen, um nicht nur in Trauer und Tränen darüber zu berichten. Ihre Hoffnung an die Gründung des neuen Gesprächskreises wäre, dass auch das ein oder andere Mal gelacht werden kann, da dieses Leid nicht das ganze Leben bestimmen darf. Vielleicht kann die Gruppe mit der Zeit eine gefestigte Gemeinschaft entwickeln, gefestigt im Seelenheil und auch in der Gruppendynamik, um sich in schweren Zeiten, von denen es zu diesem Thema ein Auf und Ab gibt,  Seite an Seite zu stehen und um jederzeit ein Mitglied aus der Gruppe kontaktieren zu können.  

Interview, erschienen in den Wetterauer Zeitung am 01.06.2022

Dei Gruppe trifft sich anfangs wöchentlich, später in im Abstand von 2 Wochen.

"Auf der Frage nach dem Warum"
Treffpunkt: Friedberg, freitags 19:00 Uhr
Tel: 0157 30959638

Mittlerweile finden sich drei Gesprächsreise zum Thema Verlassene Eltern/Großeltern im Wetteraukreis. Näheres unter Selbsthilfegruppen Verlassene Eltern/Großeltern

Betroffene gesucht!

Das letzte Mal, als der Vater seinen Sohn gesehen hat, war vor zwei Jahren. Seitdem ist der Kontakt abgebrochen. Seine neue Telefonnummer kennt der Vater nicht. Jeder Versuch, mit ihm zu sprechen, laufe ins Leere. "Dabei war bei uns doch alles in Ordnung", klagte der 72-Jährige, das Verhältnis zwischen ihm und dem Sohn sei "sehr innig" gewesen.  Doch dann lernte der damals 21-Jährige eine Frau kennen, und innerhalb weniger Wochen sei Funkstille eingetreten - bis heute. "Wenn mir das vor drei Jahren jemand vorhergesagt hätte, ich hätte es nicht für möglich gehalten…..

Schon seit 2014 treffen sich in Friedberg regelmäßig Eltern, die keinen Kontakt mehr zu ihren Kindern haben. In diesen Jahren haben sie nach und nach gelernt sich gegenseitig zu stärken und resilient mit der Situation umzugehen. Diese Gruppe hat sich vor einiger Zeit dazu entschieden, keine neuen Eltern mehr aufzunehmen, da sich „Neue“ noch nicht auf dem jetzigen Entwicklungsstand der Gruppe befinden und die Fortschritte hemmen würden.

In der Zwischenzeit haben weitere „verlassene Eltern sowie auch Großeltern“ angefragt, die sich gerne in einer Gruppe austauschen möchten. Die Selbsthilfe-Kontaktstelle des Wetteraukreises sieht den Bedarf und möchte nun darin unterstützen, einen zweiten Gesprächskreis für Verlassene (Groß)Eltern zu gründen, diesmal in Gedern.

All ihre Geschichten ähneln sich sehr. Die verlassenen (Groß)Eltern vereint vor allem die Ratlosigkeit. In dem neuen Gesprächskreis können sie frei über ihre leidvolle Lage sprechen. Für (Groß)Eltern ist es besonders schwer zu ertragen, wenn sie nicht wissen, warum die eigenen Kinder/Enkel den Kontakt abgebrochen haben. Oft tragen sie ihr Problem im stillen Kämmerlein aus. Schuld- und Schamgefühlt sind zu groß, um darüber zu reden. Verlassene (Groß)Eltern haben mittlerweile in vielen Städten Selbsthilfegruppen gegründet, so auch im Wetteraukreis. Sie gehen ihr Problem an und teilen es mit Anderen.

Sind Sie auch betroffen?

Kontakt:
Gesprächskreis "Nestwärme"

Treffen: Gedern/Steinberg, 1x im Monat

Tel: 01515 1015702

Zweite Selbsthilfegruppe für Long/Post Covid Betroffene startet am 22. März in Friedberg

Mindestens zehn Prozent aller an Covid-19-Erkrankten leiden nach einer Infektion an unterschiedlichen gesundheitlichen Beschwerden, die länger als drei Monate anhalten. im Februar startete bereits eine Selbsthilfegruppe in Friedberg. Aufgrund der enormen Nachfrage wird am 22. März die zweite Gruppe gegründet. Im Wetteraukreis haben nun noch mehr Betroffene, die an Long/Post Covid leiden, die Möglichkeit Kontakte zu Mitbetroffenen zu knüpfen und ihr Wissen über die Covid-19-Erkrankung und deren Symptome zu teilen und sich über lebenspraktische Erfahrungen sowie Erkenntnisse auszutauschen.

Erfahrungen miteinander zu teilen heißt auch, sich inhaltlich weiter zu entwickeln und voneinander zu lernen, die eigene Kompetenz zu steigern. „Eine Selbsthilfegruppe zu besuchen hilft dabei, das eigene Leben positiv zu verändern“, sagt Stefanie Becker-Bösch, Gesundheitsdezernentin des Wetteraukreises. „Jeder ist verantwortlich für das eigene Wissen. Das ist wichtig, um den behandelnden Medizinern selbstbewusster und auf Augenhöre gegenüberzutreten.“

Die Selbsthilfe-Kontaktstelle des Wetteraukreises lädt nun weitere interessierte Long-Covid-/Post-Covid-Betroffene, nach vorheriger Anmeldung, zum Austausch ein: Das erste Treffen wird am 22. März um 18 Uhr in Friedberg stattfinden. Weitere Treffen sind 14-tägig, dienstags geplant.

Kontakt:
Telefon: 0157 53355282
E-Mail

Wenn Essen zur Sucht wird!

Neue Selbsthilfegruppe sucht betroffene Frauen mit Essstörungen in Bad Nauheim

Menschen, die z. B. unter einer Esssucht leiden, haben regelmäßige Episoden von Essanfällen, die in kurzer Zeit eine eindeutig größere Menge an Nahrungsmitteln verzehren, als andere Menschen unter ähnlichen Bedingungen essen würden. Dies kann sich durch einen Essanfall, essen über den Tag hinweg, Nighteating, etc  äußern. Essen wird als Rettungsanker angesehen, um Gefühle, Stress, mangelndes Selbstwertgefühl u.v.m. zu kompensieren. Betroffen sind häufig Frauen, aber nicht nur.

Die neue Selbsthilfegruppe soll offen sein für Frauen, die unter Esssucht, emotionalem Essen, Adipositas oder Binge Eating-Disorder leiden.

Die Essattacken spiegeln "nur" die äußerlichen Zeichen wieder. Eigentlich steckt viel mehr hinter den Essanfällen. Das „einfach nur Abnehmen“ ist und kann nicht die Lösung sein. Zudem ist mittlerweile bekannt, dass 95% der Diäten scheitern.

Das Selbstwertgefühl zu steigern, verbunden mit Spaß, Hobbys, Bewegung und Ernährung, unterstützt auf dem Weg den Frieden mit Körper und Essen zu finden. Vor allem ist es wichtig, nicht mehr allein zu sein. Dies sollte das angestrebte Ziel der Selbsthilfegruppe sein. „Sich mitzuteilen und verstanden zu fühlen, tut gut!“, sagt Stefanie Becker-Bösch, Gesundheitsdezernentin des Wetteraukreises. „Voraussetzung dafür ist allerdings auch die Gewissheit, dass in Selbsthilfegruppen eine Schweigepflicht herrscht. Alles was erzählt wird, bleibt in dieser Runde. Nur so kann sich jede öffnen und sicher im Umgang miteinander werden.“

Die Initiatorin appelliert an interessierte Betroffene: „Für ein langfristiges Gelingen ist das regelmäßige Erscheinen zu den Treffen unerlässlich. Nur so hat die Gruppe die Chance zusammenzuwachsen und Vertrauen zueinander zu gewinnen.“

Die Treffen werden nicht therapeutisch geleitet und dürfen auch nicht als Therapieersatz angesehen werden.

Kontakt:
Selbsthilfegruppe Essstörungen
Treffpunkt: Bad Nauheim (oder pandemiebedingt online), donnerstags 14-tägig, 18:00 Uhr
E-Mail    

 

Wenn das Virus keine Ruhe gibt – Leben mit Corona-Spätfolgen

Patienten, die an „Long Covid“ leiden, haben riesigen Beratungsbedarf. Anlaufstellen sind rar. Sie sind genesen und doch nicht gesund.

Eine Covid-19-Erkrankung überwunden zu haben, bedeutet nicht automatisch wieder vollkommen genesen zu sein. Viele Betroffene leiden auch Monate später noch an Langzeitfolgen wie Kurzatmigkeit, Erschöpfungszustände, Muskelschwäche, Konzentrationsstörungen und Depressionen. Diese Langzeitfolgen wurden bislang unterschätzt. Erste Studien existieren bereits zu diesem neuartigen Phänomen, das nun unter dem Namen Long Covid bekannt ist.

O.S. berichtet über die Langzeitfolgen seiner Covid-19-Erkrankung. Er möchte Erfahrungen mit anderen Betroffenen austauschen.

„Alles begann im Januar 2021 mit einer leichten Erkältung. Nach etwa einer Woche machte ich einen Covid-Schnelltest, der negativ ausfiel. Mein Hausarzt schickte mich dennoch zum PCR-Test. Dann, am nächsten Morgen, der Schock: „Sie sind Corona-positiv“. Etwa zwei Tage nach dem Ergebnis traten Covid-Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und allgemeine Schwäche auf. Ich hatte allerdings einen milden Verlauf, musste in kein Krankenhaus und konnte in häuslicher Quarantäne bleiben. Meine Familie und andere Personen steckte ich zum Glück nicht an.

Gegen Ende der Quarantänezeit kamen Übelkeit, sehr starker Schwindel sowie völlige Kraft- und Konzentrationslosigkeit dazu. Es fühlte sich an wie Nebel im Kopf und wird wohl auch als Covid Brain Fog bezeichnet. Diese Beschwerden begleiteten mich fast fünf Monate. Ich war nicht in der Lage Sport zu treiben, Auto zu fahren oder meine Arbeitstätigkeit wieder aufzunehmen. Mein Befinden wechselte oft schlagartig, so als würde man einen Schalter umlegen.

An manchen Tagen konnte ich spazieren gehen und an anderen war es mir nicht möglich, das Haus zu verlassen. Ich sah keine Perspektive mehr und war körperlich und geistig ein Wrack.

Aus Studien hörte ich, eine mRNA Impfung könne helfen - ein Lichtblick.

Nach der ersten Impfung ging es mir erst mal schlecht, aber 14 Tage danach war der Schalter umgelegt und ich hatte mein Leben zurück.

Etwa acht Wochen ging es mir wirklich gut, ich konnte wieder arbeiten und meinen Alltag incl. Sport wieder neu gestalten.

Anschließend kam über Nacht der Schwindel mit Nebel im Kopf und Konzentrationslosigkeit zurück und ist bis heute geblieben.

Ich fühle mich von meinen Mitmenschen oft unverstanden und es ist schwer, mein Befinden zu erklären. Einfach unglaublich.

Seit einigen Jahren betreue ich eine Sucht-Selbsthilfegruppe. Die intensiven Gespräche dort waren in dieser Zeit eine Stütze für mich. Eine spezielle Long Covid-Selbsthilfegruppe mit anderen Betroffenen würde ich mir sehr wünschen. Aus Erfahrung weiß ich, wie hilfreich ein Austausch untereinander ist.“

Das Gespräch mit Gleichbetroffenen ist eine wichtige Unterstützung im Umgang mit der Erkrankung. Sich gegenseitig Mut zu machen und zu stärken, kann zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen. Gemeinsam geht halt alles besser.

Die Selbsthilfe-Kontaktstelle des Wetteraukreises unterstützt die Menschen, die sich zum Gespräch miteinander in einer Selbsthilfegruppe zum Thema Long Covid-Erkrankung treffen möchten. Bei Interesse bitte melden unter:

Kontakt:
Tel: 0157 55237081 
E-Mail

Noch vor 20 Jahren waren es die Sucht-Selbsthilfegruppen, die den dominierenden Anteil aller Selbsthilfegruppen des Wetteraukreises darstellten. Im Laufe der Zeit hat sich allerdings das Bild gewandelt. Nun finden sich im Wetteraukreis mehr Selbsthilfegruppen zum Thema „Psychisch belastete Menschen“ als zur Suchterkrankung.

In Butzbach hat sich jetzt wieder eine neue Selbsthilfegruppe für Menschen mit Depressionen, Angststörungen und Panikattacken gegründet.

Depressionen, Angst und Panik sind oft eng miteinander verbunden und wirken sich sehr stark auf die Persönlichkeit, den Alltag und die berufliche Tätigkeit der Betroffenen aus.

In der neuen Selbsthilfegruppe „WEGWEISER“ treffen sich Betroffene und tauschen sich im geschützten Rahmen jeden Mittwoch um 18 Uhr in Butzbach aus. Derzeit besteht die Gruppe aus 9 Teilnehmenden im Alter von 35 bis 70 Jahren. Die Ziele der Gruppe sind der Erfahrungsaustausch mit Gleichbetroffenen, Unterstützung und Motivation untereinander um wieder eine bessere Lebensqualität zu gewinnen. Der Umgang innerhalb der Gruppe ist sehr offen und vertrauensvoll. Lachen gehört selbstverständlich auch dazu. Die Treffen werden nicht therapeutisch begleitet und verstehen sich auch nicht als Therapieersatz. Weitere Betroffene sind willkommen.

Kontakt:
Selbsthilfegruppe Wegweiser
Tel: 06033 748382

Neue Selbsthilfegruppe sucht Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind oder waren.

„Das soll ein Abendessen sein?“, fragt er verächtlich und hat sich nicht mehr unter Kontrolle….

Meistens beginnt häusliche Gewalt schleichend. Anfangs ist der Partner launisch oder aggressiv und „rastet schnell aus“. Zu Beginn entschuldigen betroffen Frauen häufig diese Vorfälle und suchen die Schuld bei sich. Doch oft bleibt es nicht bei einem einmaligen Ereignis. Körperliche oder sexuelle Übergriffe, Beleidigungen, Demütigungen und seelische Grausamkeiten schleichen sich allmählich in den Alltag ein. Zunehmend werden finanzielle Ausgaben, soziale Kontakte oder das Handy kontrolliert. Die Selbstbestimmung der Frau engt sich immer weiter ein.

Häusliche Gewalt ist in Deutschland erschreckende Realität. Geschätzt jede vierte Frau erlebt mindestens einmal in ihrem Leben körperliche und/oder sexualisierte Gewalt durch den Beziehungspartner. Die Dunkelziffer ist hoch.

Diese Frauen fühlen sich oft allein gelassen und schämen sich für das, was ihnen angetan wird. Neben der Angst vor dem Partner, der Sorge um die Kinder oder über das Gerede im Umfeld der Nachbarn, Verwandten oder Arbeitskolleg*Innen kommt häufig das Gefühl von Ohnmacht dazu.

Die neue Selbsthilfegruppe ruft Frauen in dieser Lebenssituation auf und soll dem Austausch untereinander dienen. Niemand ist allein und es gibt Wege, die wieder in ein selbst-bestimmtes Leben möglich machen.

Info:
Die Selbsthilfe-Kontaktstelle des Wetteraukreises unterstütz die Gründung dieser Selbsthilfegruppe. Die Treffen sind weder therapeutisch geleitet, noch verstehen sie sich als Therapieersatz. Im Vordergrund steht der Austausch untereinander und dient dazu gemeinsam Wege aus dieser unerträglichen Situation zu suchen.

Monatliche Treffen sind geplant.
Vorab Kontakt über E-Mail  

Betroffene und Angehörige von Alexithymie zur Gründung eines Gesprächskreises in Friedberg gesucht.

Alexithymie ist keine Krankheit, kann aber das Leben kompliziert machen. Zehn Prozent der Deutschen sind gefühlsblind. Das bedeutet, sie können ihre eigenen Gefühle weder erkennen noch aussprechen. Gefühlsblinde Menschen können sich in der Gesellschaft und in ihren Beziehungen manchmal nur schwer zurechtfinden.

Gefühlsblind zu sein, heißt nicht, keine Gefühle zu haben. Aber Menschen mit Alexithymie können ihre Emotionen nicht erkennen und auch nicht beschreiben. Das führt dazu, dass Gefühlsblinde Körperreaktionen oder Schmerzen, die in Stresssituationen entstehen, nicht mit ihren Emotionen in Verbindung bringen. Das kann auf Dauer krank machen.

Alexithymie-Forscher Matthias Franz von der Uniklinik Düsseldorf erklärt, dass Gefühlsblinde - ähnlich wie Kleinkinder - nicht feststellen können, ob sie traurig, wütend oder ängstlich sind. Sie sagen eher: "ich habe Bauchschmerzen oder Rückenweh und weiß gar nicht, warum."

Die Gefühlsblindheit kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Somit fühlen sich Betroffene von ihr auch unterschiedlich beeinträchtigt. Vor allem kann das in einer Beziehung zu ernsthaften Schwierigkeiten führen.

Gefühlsblindheit stellt das Miteinander auf eine harte Probe! Der neue Gesprächskreis sucht Betroffene, die sich von ihrer Alexithymie im sozialen Alltag beeinflusst fühlen. Der Austausch kann schon eine Brücke zu einem besseren Verständnis der eigenen Gefühle und der Umwelt bilden. Auch Angehörigen kann die Gruppe eine Möglichkeit bieten, im Austausch gehört zu werden. Je nach Entwicklung der Gruppe, können Gespräche von Betroffenen und Angehörigen separiert werden.

Die Treffen werden nicht therapeutisch geleitet und sind auch nicht als Therapieersatz anzusehen.

Die Gründung des neuen Gesprächskreises wird unterstützt von der Selbsthilfe-Kontaktstelle des Wetteraukreises.

Info:

Leider ist die Gründung der Selbsthilfegruppe nicht zustande gekommen!

Betroffene von Posttraumatische Belastungsstörung gesucht für Gründung einer Selbsthilfegruppe in Friedberg.

Die posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) ist eine psychische Erkrankung, die nach einem traumatischen Ereignis in Erscheinung tritt. Eine belastende Erfahrung, die nicht bewältigt und oder verarbeitet werden kann, ist oft ein Resultat von Gewalteinwirkung sowohl physischer wie psychischer Natur. Bildhaft lässt es sich als eine seelische Verletzung verstehen.

Traumatisierende Vorfälle können tiefe Wunden in der Seele hinterlassen, die die Menschen das Leben lang beeinträchtigen können. Wie eine körperliche Verletzung, benötigt auch eine seelische Verletzung Zeit, um zu verheilen.

Es werden Mitstreiter/Innen gesucht, die an einer PTBS leiden und sich neben oder nach ihren Therapien noch zusätzlich den Austausch mit gleichfalls Betroffenen wünschen.

Die Gruppenmitglieder können sich einander beistehen, stärken und wieder neuen Lebensmut fassen. Die Gruppengespräche können ein Bindeglied zwischen Therapie und Alltag darstellen. Die Treffen werden nicht therapeutisch geleitet und sind auch nicht als Therapieersatz anzusehen.

Info: Leider ist die Gründung der Selbsthilfegruppe nicht zustande gekommen.

Neue Selbsthilfegruppe zum Thema Sexueller Missbrauch/ sexueller Übergriff soll gegründet werden.

Am Montag, den 17.01.2022 startet eine Selbsthilfegruppe in Friedberg für Frauen, die in ihrer Vergangenheit sexuelle Gewalt bzw. Übergriffe erlebt haben.

Dazu werden betroffene erwachsene Frauen gesucht, die in den Zusammenkünften die Gelegenheit haben, über das Erlebte zu sprechen.

In der Gruppe könnte der Austausch untereinander sehr bereichernd sein, auch wenn die Erlebnisse schon länger zurück liegen. Das Gefühl nicht die Einzige mit diesem Erlebnis zu sein, stärkt und gibt Sicherheit. Frauen, die sexualisierte Gewalt erlebt haben, sind in erster Linie keine hilflosen Opfer, sondern vor allem Expertinnen für ihre eigene Lebenssituation und können mit ihren Erfahrungen anderen Betroffenen im Umgang mit dem Missbrauch/Übergriff berichten.

Darüber zu sprechen und gegenseitiges Verständnis zu erfahren, stärkt das Selbstbewusstsein. Das Ziel der Gespräche sollte jeder Frau bewusst machen „Ich bin nicht schuld!“ Selbstständigkeit, Selbstverantwortlichkeit und Entscheidungsfähigkeit kann durch die Gespräche gefördert werden.

Sollte die Selbsthilfegruppe zustande kommen, so können in der Zukunft auch Fachkräfte zu den Treffen aus allen Bereichen eingeladen werden, die mit der Thematik vertraut sind.

Sexueller Missbrauch oder sexuelle Gewalt ist jede sexuelle Handlung, die an oder vor Mädchen/Frauen gegen deren Willen vorgenommen wird oder der sie aufgrund körperlicher, seelischer, geistiger oder sprachlicher Unterlegenheit nicht wissentlich zustimmen können. Der Täter oder die Täterin nutzt dabei seine/ihre Macht- und Autoritätsposition aus, um eigene Bedürfnisse auf Kosten des Kindes/der Frau zu befriedigen.

Formen sexueller Übergriffe sind: anzügliche und peinliche Bemerkungen mit sexuellem Bezug, sexistische Körpersprache oder Gesten, unerwünschte Berührungen, sexuelle und körperliche Übergriffe bis hin zur Nötigung und Vergewaltigung.

Kontaktmöglichkeit für die betroffenen und an der Selbsthilfegruppe Rosarot und Dunkelgrau interessierte Frauen:

E-Mail    

Die Treffen werden nicht fachlich geleitet und sind auch nicht als Therapieersatz zu verstehen. 

Am  26.09.2021 fand der erste Treff für Alleinerziehende im Mütter und Familienzentrum in Bad Nauheim statt.

Von nun an ist jeden letzten Sonntag im Monat  Gelegenheit, untereinander Kontakte zu knüpfen, zu plaudern und Informationen und Erfahrungen auszutauschen. Kinder können natürlich mitgebracht werden, eine Kinderbetreuung während der Treffen ist vor Ort. Dafür bei der Anmeldung bitte angeben, wieviel Kinder mitgebracht werden und wie alt diese sind.

Die Teilnahme ist kostenlos.

Treffen: Jeden letzten Sonntag im Monat, Bad Nauheim, Friedberger Str. 10 von 10:00 bis 13:00 Uhr

Anmeldung erforderlich unter: E-Mail

Aktuelle und frühere Gruppengründungen von A-Z